Klinisch-psychologische Beratung und Behandlung
Was erwartet Sie?
Eine klinisch-psychologische Behandlung und Beratung ist eine professionelle, wissenschaftlich fundierte Unterstützung zur Bewältigung von konkreten persönlichen Problemen, Lebenskrisen und psychischen Belastungen. Im Zentrum steht das gemeinsame Erarbeiten von zielgerichteten Lösungen und Handlungsstrategien für den Alltag.
Bindungsorientierte Begleitung unterstützt Eltern, die Signale Ihres Kindes besser zu verstehen, feinfühlig auf dessen Bedürfnisse einzugehen und Gefühle liebevoll zu begleiten.
Durch Körperarbeit (Körper- und Wahrnehmungsübungen) kann das Nervensystem reguliert werden und der durch traumatische Erfahrungen im Körper gespeicherte Stress losgelassen werden.
Durch den Atem haben wir direkten Einfluss auf unser Nervensystem. Durch gezielte Atemübungen wird dieses beruhigt und die Selbstanbindung -um wieder ins intuitive Elternwissen zu kommen- unterstützt.
Eine schwere Geburt, traumatische Kindheitserlebnisse oder andere belastende Erfahrungen können die Bindung blockieren. Mit traumatherapeutischen Methoden (Ressourcenarbeit, Brainspotting, IBT) können diese bearbeitet und gelöst werden.
Mithilfe von Imaginationsübungen werden innere Bilder aktiviert, die die Intuition stärken und elterliche Ressourcen aktivieren.
Videogestützte Interaktionsbegleitung (Marte Meo): Durch das gemeinsame Betrachten von Videoaufnahmen aus dem Alltag kann mit praktischen Alltagstipps die Bindung gestärkt werden. Unbewusste Interaktionsmuster können sichtbar gemacht werden und werden somit veränderbar.
„Kinder mit einer sicheren Bindung haben die Ressourcen um sich körperlich, seelisch und sozial gesund zu entwickeln“
K.H. Brisch
Bindungsorienterte Beratung

Dies kann hilfreich sein, wenn ...
Sie in einer der folgenden Situationen sind:
- es Komplikationen gibt in Ihrer Schwangerschaft (Risikoschwangerschaft)
- Sie bereits Verluste erlebt haben/Sie Regenbogeneltern sind
- Sie und/oder Ihr/e Partner:in eine psychische Erkrankung haben
- Sie sich unsicher, ängstlich oder überfordert fühlen
- Sie die Verbindung zu Ihrem Baby stärken wollen
- es Familien- und Paarkonflikte gibt
- Ihre Schwangerschaft anders verläuft als erwartet
Sie mit folgenden Gedanken beschäftigt sind:
„Ich weiß gar nicht ob ich das Baby (noch) will.“
„Ich weiß nicht ob ich mein Baby mit dieser Diagnose zur Welt bringen kann/will/soll.“
„Ich fühle keine Verbindung zu meinem Baby.“
„Seit ich schwanger bin, fühle ich so vieles. Das überfordert mich.“
„Ich habe Angst vor der Geburt.“
„Ich habe eine traumatische Geburt erlebt. Wie soll ich nun eine weitere schaffen?“
„Seit ich schwanger bin, mache ich mir so viele Sorgen.“
„Ich mag meinen Körper nicht (mehr).“

Verbindung von Anfang an
Bindung in der Schwangerschaft
Die Zeit der Schwangerschaft ist nicht nur die Vorbereitung auf die Geburt und das Elternsein, sie ist eine Zeit des inneren Wandels und der Beginn von Beziehung. Mit dem Heranwachsen des Embryos entsteht bereits vor der Geburt eine Beziehung zwischen Eltern und Baby. Gedanken, Gefühle, Wünsche, Hoffnungen, aber auch Ängste und Unsicherheiten begleiten viele werdende Eltern auf diesem Weg.
Emotionale Veränderungen und eine sensiblere Wahrnehmung während der Schwangerschaft sind normal und Ausdruck einer wichtigen Entwicklungsaufgabe: der Vorbereitung auf die Elternschaft. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte, den Erfahrungen aus der Herkunftsfamilie und den Vorstellungen vom zukünftigen Familienleben kann intensive Gefühle auslösen. Gleichzeitig bietet diese Zeit die Möglichkeit, sich bewusst mit der entstehenden Beziehung zum eigenen Kind auseinanderzusetzen.
Forschungsergebnisse zeigen, dass die Bindung zwischen Eltern und Kind bereits in der Schwangerschaft beginnt. Durch innere Vorstellungen vom Baby, das Wahrnehmen seiner Bewegungen, das Sprechen mit dem ungeborenen Kind oder das bewusste Innehalten im Kontakt mit ihm entwickelt sich eine frühe emotionale Verbundenheit. Diese pränatale Bindung bildet eine wichtige Grundlage für die Beziehung nach der Geburt und legt einen wichtigen Grundstein für eine sichere Bindung.
Ich begleite werdende Eltern dabei, aktuellen Gefühlen Raum zu geben, eine bewusste Verbindung zum Baby aufzubauen und einen Weg zu finden, wenn alles anders ist als gedacht und gewünscht.
Imaginationsübung
Reise zu deinem ungeborenen Kind.
Dies ist eine Imaginationsübung um in Kontakt mit Ihrem Baby zu kommen. Sollten Sie mit solcherlei Übungen noch keine Erfahrung haben, ist es normal, dass diese inneren Bilder nicht sofort auftauchen. Das Üben, immer wieder Versuchen, Dranbleiben und Vorstellen bringt jedoch etwas in Bewegung.
Bleiben Sie geduldig.
Der Sinn dieser Übung ist es stärkende, Kraft gebende innere Bilder entstehen zu lassen.
Sollte sich etwas komisch anfühlen, unangenehme Gefühle oder Bilder auftauchen, kann die Übung jederzeit abgebrochen werden. Oder -wenn Sie neugierig sind- können Sie sich ein Beratungsgespräch vereinbaren, indem wir dem Unangenehmen gemeinsam nachspüren und so Verbindung möglich machen.
Babyreise
zur Imaginationsübung

Dies kann hilfreich sein, ...
wenn ...
- Sie eine traumatische Geburt erlebt haben.
- Sie nach der Geburt von Ihrem Baby getrennt waren und sie dies belastet.
- Sie Ängste und Sorgen rund um das Elternsein haben.
- wenn Sie sich Sorgen um Ihr Baby machen
- wenn Sie selbst keine stabile Bezugsperson hatten als Baby/Kleinkind
- wenn Ihr Baby viel schreit und Sie dies belastet
bei ...
- depressiven Verstimmungen/postpartalen Depressionen und Psychosen.
- Schuldgefühlen, Selbstzweifeln oder hohen Selbstansprüchen.
- partnerschaftlichen und familiären Konflikten.
Sie mit folgenden Gedanken beschäftigt sind:
"Die Geburt war schwierig und traumatisch für mich. Ich weiß nicht weiter."
"Eigentlich wollte ich gar kein Kind."
"Mein Baby war nach der Geburt auf der Intensivstation und wir waren für längere Zeit getrennt."
"Ich wollte es immer anders machen als meine Mutter, aber jetzt habe ich das Gefühl, dass ich mich genauso verhalte wie sie damals."
"Ich weiß gar nicht was es heißt Mutter / Vater zu sein."
"Ich habe nicht das Kind bekommen, welches ich mir gewünscht hätte."
"Ich möchte mehr für mein Baby da sein, schaffe es aber nicht."
"Ich habe das Gefühl, dass mein Baby mich nicht mag."
"Ich weiß nicht wie ich mit dem Schreien meines Babys umgehen soll."
"Mein Baby fühlt sich nicht wohl in meinen Armen."
"Ich bin sehr unsicher und weiß nicht, wie ich mein Baby gut versorgen kann."
"Mein Baby wirkt abwesend."
"Meinem Kind fällt es sehr schwer in Beziehung zu gehen."

Ankommen als Familie
Bindung nach der Geburt
Jede Geburt ist einzigartig und wir kommen in Kontakt mit unseren Grenzen, dem Übergang zum Leben. Dies kann unterschiedlichste Gefühle auslösen: Scham, Stolz, Euphorie, Wut, Todesangst, Trauer, Versagensgefühle.
Geburten verlaufen oft anders als gedacht, es kommt zu Komplikationen. Geburten können traumatisch sein und traumatisch erlebt werden. Geburten können uns mit unserer inneren weiblichen Kraft in Kontakt bringen.
Allen Geburten gleich ist die tiefgreifende Veränderung im Leben der frisch gebackenen Eltern. Neben Freude, Liebe und neuen Erfahrungen erleben viele Eltern auch Belastungen, Unsicherheiten und emotionale Herausforderungen.
Mit der Ankunft eines Kindes verändern sich gewohnte Tagesabläufe, Beziehungen und die eigene Rolle im Leben. Viele Eltern stehen vor der Aufgabe, den Bedürfnissen ihres Babys gerecht zu werden und gleichzeitig auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten. Schlafmangel, Erschöpfung, hohe Erwartungen an sich selbst sowie die Verantwortung für ein Neugeborenes können dabei eine große Belastung darstellen.
Nicht selten treten nach der Geburt Gefühle von Überforderung, Ängsten, Unsicherheit oder Traurigkeit auf. Auch belastende Geburtserfahrungen, Schwierigkeiten beim Ankommen in der Elternrolle, anhaltendes Schreiverhalten des Babys oder das Gefühl, keine ausreichende Bindung zum eigenen Kind zu entwickeln, können Betroffene verunsichern und belasten.
Die ersten Lebensmonate eines Kindes sind eine wichtige Zeit für die Entwicklung einer sicheren Eltern-Kind-Bindung. Gleichzeitig benötigen auch Eltern Unterstützung und Stabilität, um feinfühlig auf die Bedürfnisse ihres Kindes eingehen zu können. Die psychische Gesundheit der Eltern stellt dabei einen wesentlichen Schutzfaktor für das Wohlbefinden und die Entwicklung des Kindes dar.
Ich begleite Eltern dabei, das Erlebnis der Geburt zu verarbeiten und für sich einen Weg in der neuen Lebenssituation zu finden.

Dies kann hilfreich sein bei ...
- postpartaler Depression oder Psychose
- häufigen Machtkämpfen, Trotzphasen oder Regulationsschwierigkeiten (z.B. viel Schreien, Schlafprobleme)
- Unsicherheiten in der Elternrolle oder nach belastenden Startphasen
- Herausforderungen im Übergang (Krabbelgruppen/Kindergartenstart, Geschwisterchen)
- dem Wunsch die Interaktion und Kommunikation mit Ihrem (entwicklungsverzögerten/beeinträchtigen) Kleinkind zu verbessern

Bindung im Alltag leben
Bindung Kleinkind
Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind von einer rasanten Entwicklung geprägt. In dieser Zeit werden wichtige Grundlagen für die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung gelegt. Gleichzeitig stehen Eltern oft vor neuen Herausforderungen: Das Kind entwickelt einen eigenen Willen, zeigt intensive Gefühle, benötigt Orientierung und sucht gleichzeitig nach Autonomie. Nicht selten entstehen dabei Unsicherheiten im Umgang mit bestimmten Verhaltensweisen oder Fragen zur Entwicklung des Kindes.
Die Marte-Meo-Methode ist ein videobasiertes, ressourcenorientiertes Beratungsverfahren, das von der Niederländerin Maria Aarts entwickelt wurde. Im Mittelpunkt stehen die alltäglichen Interaktionen zwischen Eltern und Kind. Kurze Videoaufnahmen gemeinsamer Situationen werden genutzt, um gelungene Momente des Kontakts sichtbar zu machen und Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Durch die gemeinsame Betrachtung ausgewählter Videosequenzen wird erkennbar, wie Kommunikation, Bindung und Entwicklung im Alltag unterstützt werden können. Eltern erhalten konkrete und alltagsnahe Hinweise, wie sie ihr Kind in seiner emotionalen, sozialen und sprachlichen Entwicklung fördern und gleichzeitig die Beziehung stärken können.
Ich begleite begleite Familien dabei, die Signale Ihres Kindes besser zu verstehen, seine Entwicklung achtsam zu unterstützen und eine sichere, vertrauensvolle Beziehung im Familienalltag zu gestalten.
Intuitives Elternwissen
In der Entwicklungspsychologie wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch über ein intuitives Elternwissen verfügt.
Damit ist gemeint, dass wir z.B. ein Neugeborenes ca. 20cm von uns entfernt halten - dies ist genau die Reichweite die ein Baby nach der Geburt mit den Augen gut sehen kann.
Oder dass wir automatisch im Kontakt mit Babys eine höhere Sprache („Ammensprache“, „motherese“) verwenden - dies sind genau die Töne die ein Neugeborenes gut wahrnehmen kann.
Imaginationsübung
Reise zu deinem ungeborenen Kind.
Dies ist eine Imaginationsübung um in Kontakt mit Ihrem Baby zu kommen. Sollten Sie mit solcherlei Übungen noch keine Erfahrung haben, ist es normal, dass diese inneren Bilder nicht sofort auftauchen. Das Üben, immer wieder Versuchen, Dranbleiben und Vorstellen bringt jedoch etwas in Bewegung.
Bleiben Sie geduldig.
Der Sinn dieser Übung ist es stärkende, Kraft gebende innere Bilder entstehen zu lassen.
Sollte sich etwas komisch anfühlen, unangenehme Gefühle oder Bilder auftauchen, kann die Übung jederzeit abgebrochen werden. Oder -wenn Sie neugierig sind- können Sie sich ein Beratungsgespräch vereinbaren, indem wir dem Unangenehmen gemeinsam nachspüren und so Verbindung möglich machen.



